Die kleinen (großen) Umschwünge im Verhalten von immer mehr fein denkenden Menschen

Schöner Lebensabend für Legehennen

Legehennen in Massentierhaltung werden im Alter von 16,17 Monaten entsorgt, zu Futtermittel verarbeitet oder landen in Biogasanlagen. Die Organisation „Rettet das Huhn“ will das ändern – zwei Rheinfelder sind dabei.

  1. Alexandra und Stefan Knauer mit den geretteten Legehennen. Foto: Heinz u. Monika Vollmar

Legehennen in Massentierhaltungen werden üblicherweise im Alter von 16 bis 17 Monaten entsorgt, so die fachliche Bezeichnung. Für die Hühner heißt das, sie werden in der Regel zu Futtermittel verarbeitet. Andere Legehennen,die ausgedient haben, landen in Biogasanlagen für die Stromproduktion. Diesem Trend in der Massentierhaltung teilweise entgegenzuwirken, möchte die Organisation „Rettet das Huhn“. Sie vermittelt Legehennen an tierliebende Menschen. Alexandra und Stefan Knauer vom Tauben-und Geflügelzuchtverein Rheinfelden beschäftigen sich schon sehr lange mit dem Schicksal der „ausgedienten“ Legehennen und damit, dass die Legehennen schon nach kurzer Zeit zu einem „Wegwerfprodukt“ werden. Als ausgewiesene Experten in Sachen Tauben-und Geflügelzucht war es dem Ehepaar ein besonderes Anliegen, nicht nur züchterischen Erfolg zu haben, sondern auch Hühner vor deren schnellem Ende in der Massentierhaltung zu retten.

Beim Anblick der abgemagerten Tiere, die teils kein Gefieder mehr hatten, schossen ihnen die Tränen in die Augen.

Zu Hilfe kam den Tierrettern der Kontakt zum Verein „Rettet das Huhn“ von dem sie 25 Legehennen aus einer Bayrischen Legebatterie erhielten, die ansonsten entsorgt worden wären. Stefan Knauer berichtete, dass er und seine Ehefrau zahlreiche Vorschriften zu beachten haben, um überhaupt die ehemaligen Batterie-Hühner vom Verein „Rettet das Huhn“ zu erhalten.

Nachdem sie eine artgerechte Haltung gewährleisten konnten, klappte es aber auch mit der Übereignung der abgemagerten Hühner, wie das Ehepaar berichtete. Die Legehennen seien bei ihrer Ankunft in einem bedauernswerten Zustand gewesen, sagen beide. Das Gefieder sei teilweise gar nicht mehr vorhanden gewesen, so dass vielen beim Anblick der Hühner die Tränen in die Augen geschossen seien, meinen die beiden Rheinfelder Tierretter.

Mit Salbeitee und Traubenzucker wurden die Tiere aufgepäppelt.

Umso glücklicher sind Alexandra und Stefan Knauer in diesen Tagen, denn die Tiere haben sich mittlerweile erholt, das Gefieder ist nachgewachsen und die 25 Legehennen legen sogar wieder Eier. Und das sind so um die 50 Eier pro Woche , die sie an Freunde und Verwandte verschenken. Dass sich die Hühner wieder erholt haben, sei der Tatsache geschuldet, dass man den abgemagerten Legehennen Thymian und Salbei-Tee gekocht und verabreicht habe, sagen die beiden. Außerdem habe man den Hühnern Traubenzucker in den Tee gemischt. Auf diese Weise hätten alle 25 Legehennen überlebt und erleben nun in den Stallungen von Alexandra und Stefan Knauer im Tauben und Geflügelzuchtverein Rheinfelden ein artgerechtes Leben mit viel Auslauf und bester Verpflegung.

Dass das Engagement auch die Organisation „Rettet das Huhn“ begeistert, ist mittlerweile auch bekannt, denn zu den dortigen Tierrettern haben die Knauers immer noch guten Kontakt.

Ich danke, mich freuend, daß die kleinen Irrsinnigkeiten immer weniger Menschen gefallen!
Euer rAFFAELIt

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