La Graciosa, immer noch die Reiselüste

pinkarmscrossedNa klar ehh. Es geht weiter. Und wo sind die Fischer nur?

Schon fast noch bei Dunkelheit eines Neuen Tages erhebt sich der ersten Fähre Dieselgedanke und Laut im Hafen. Die Fischer und ihre drei, vier Boote liegen noch vertäut an den Stegen oder in ihren Betten; der Satz gefällt, doch sah ich noch nie einen angebundenen bei seinem Boot ausharren müssen.

Bei der Langsamkeit, uns kaum vorstellbarer Entschleunigung im ewig monotonen, sollte doch den Augen einer gemeinen Schnecke von Graciosa vermutlich nichts auf ihrem Wege und allgemein um sie herum entgehen…                                                                                           Da ich aber keine Schnecke bin, die an einem Tag gerade mal den ganzen Hafen zu umrunden schafft?, ist’s mir fremd, wann diese Fischermenne eigentlich zu ihrer Arbeit kommen und ablegen. Das frische Tortilla-Bocadillo vom einzigen Bäcker hier↓Dorfpromenade mit ihr Do.28.2..JPG

mampfend, sehe ich zu den hier liegenden Segelbooten, Fähren und dem TouriKatamaran rüber und bemerke, daß zwei der größeren Fisch-Schlepptod-Boote nicht mehr da sind…  Wann nur starten diese Männer?

Zum Absacker letzter Nacht,

lagraciosa_01

waren die vielleicht in gleicher Bar und nahmen im Gegensatz zu mir, ihren ersten Cafe und was scharfes dazu, bevor sie an ihr Tagwerk gingen? Spannend find ich dann jedesmal, wenn diese Schiffe vier Bocadillos, oder zwei Tage später wieder am gleichen Platz liegen und ne Ruhe ausstrahlen, wie wenn nie was passiert sei. Sowas entspricht meinen Gedanken über die Insel, hier regt sich eigentlich fast nichts, ein Eiland im Müßiggang!

 

Gegen neun Uhr morgens schaffen zwei Frauen ihre leicht schäbigen, angerosteten Verleih-Mountainbikes

DCIM100MEDIA

Typische MTB-ler

auf den zentralen Hafenplatz; deren neueste Anschaffung war eines dieser albernen Fatbikes mit den etwa 10cm dicken Ballonreifen, als ich die Insel vor knapp zwei Jahren das letzte mal verließ.

.. Sand, Sand, noch mehr Sand

Vermutlich ist so ein Rad eventuell genau das richtige um auch auf losem Sand noch voran zu kommen. Mag sein. Doch hat die Insel nur fünf Sandstrände und nur an vier kann man direkt bis ans Wasser per Rad fahren.  Zum Playa de Cocina, der hübsche kleine Strand unterhalb des gelben Löcher- und Höhlenberges ganz im Westen, führt nur ein kleiner Pfad und dabei geht es über mehrere höhere natürliche Stufen die Lavaauswürfe hinunter.  Jemand, geschickt wie ein Danny Mc Askill, käme dort wahrscheinlich sogar ohne Stürze und Schrammen hinunter, bestimmt aber wäre ein Fatbike die total falsche Wahl zu solch einem Vorhaben. Ich bin schon froh, wenn ich mir nichts dabei breche, da hinunter zu „klettern“.

Straßen auf Graciosa sind nicht wie anderswo im ganzen Europa zu finden. Hier ist das besondere, daß es nirgendwo ein Fleckchen Asphalt gibt.                                                       Funzt das, hier ein Vid reinzubringen, das auch läuft?

If not, wer hat die Ahnung zum Hemmingway Schemata, das ich benutze?

Die Bordsteine vor den Häusern sind machmal so hoch wie Sitzflächen von Stühlen. Kein Wunder eigentlich, wer will schon dauernd den feinen Flugsand der Straßen ins Haus hineingeweht bekommen? Allerdings geht auch niemand auf diesen Flächen vor den Häusern. Bordsteinkanten für Gehsteigschwalben, vögelnde, oder BMX-TricksterAblecken smiley

Und so sieht man auch dauernd irgendwo jemanden fegen, mit dem Wasserschlauch den neuen Staub und Sand wegspritzen, gleich noch hinterher schrubben und dann läuft die nach Chlor stinkende Waschbrühe auf die Straße und versickert dort. Andere Länder, anderes Bewusstsein… -tss.

Sand und kostenloses Campingvergnügen

Vermutlich auch eine Besonderheit hier ist der Campingplatz der am Westende und hinter dem Straßendorf  nur 300Meter entfernt zum letzten Haus mit der Badeinrichtung beginnt. Ab dieser Sanitär-bude kann man sich für Graciosa- Verhältnisse richtig weit weg entfernen, wenn man die Nähe zum Dorf nicht möchte.  49 Parzellenplätze die etwa 8auf 8 m groß sind.

Dauernd auch Sand im Zelt…-zum verrückt werden

Sandig ist jeder Platz hier, nur die wenigen Parzellen an der höchsten Stelle haben paar fiese Dornensträucher in der Nähe, und diese Zweige finden sich dort im Sand und pieksen in die nackten Füße.                                                                                                                 Die Meeresnahen Plätze sind auch mehr von den überall wachsenden Sträuchern umgeben, so daß sich dadurch mehr Privatsphäre zu den Nachbarn ergibt.

FILE0153.JPG

Ein oder zwei Plätze sind sogar ganz von Dünen versteckt, doch natürlich auch die begehrtesten unter den Travellern. Genug schwere Steine um die Zelte am Boden zu fixieren liegen immer herum, doch sollte man genug Schnur mitbringen um die Heringsschlaufen ausreichend verlängern zu können. Seile und Schnüre verkaufen aber auch die zwei Damen der Ferreteria im Dorf.

Der einzige Haken für „Frostbeulen“ sind die kalten Duschen -dafür ist das campen allerdings auch umsonst hier, was man auch nicht mehr allzu oft findet!  Der Strand hier wird hauptsächlich von den Dorfbewohnern zu wärmeren Jahreszeiten frequentiert. Und uns Urlauber schert das nicht, nur will ich anmerken dass das „Riff“ hier bei Ebbe immer freiliegt und deswegen von größeren Flächen eines glitschigen Films überzogen ist und ich daher jeden Morgen eher 5- 600m weiter entfernt meine relaxte und sandige Badestelle besuche. -Keine Verstauchungen oder sonstige weh-wehchen im Urlaub!

Zu den Wintermonaten stehen vielleicht mal 25 Zelte scheinbar kunterbunt umher, kunterbund deshalb, weil es sich nicht gleich erschließt, von wo bis wo die einzelne Parzelle reicht. Wir witzelten einstmals, daß die auf keinen Fall belegbaren Zwischenräume die Feuerwehr-Zufahrtswege sein müssen. Denn stehst Du mit deinem Zelt auf diesen Freiräumen, so werden dich spätestens am nächsten Morgen diese „Parkranger“Truppe höflich, doch bestimmt dazu auffordern, dein Zelt umzustellen. So erging mir das einmal, und nachdem ich wieder alle Felsen ausgegraben hatte, die gleiche eingrab-prozedur wie am Vortag wiederholt hatte, befand sich mein Zelteingang nun nur um 90cm versetzt daneben, doch der Frieden war hergestellt.   Lächerlich blöde Korinthenkackerei halt!

Der Knecht is halt de Cheffe und du halt de Neescher!

Hier gehts es zum Ersten Teil

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Ein Gedanke zu “La Graciosa, immer noch die Reiselüste

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