Bei Luckyhans gesehen: Allgemein bekanntes

Vieles ist uns bekannt und geläufig, aber wir nehmen es selten in den Blick, weil wir in der täglichen Hatz kaum Zeit finden, mal zu pausieren, aufzublicken und uns zu verdeutlichen, was vor sich geht.
Hier ein Versuch einer solchen Fünf-Minuten-Denkpause.
Luckyhans, 20.1.005
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Der heutige Mensch kann nur das wahrnehmen, was er für möglich hält, und sei es auch unbewußt, d.h. aus einer möglichen seelischen Akzeptanz heraus, also aus der Erfahrung früherer Inkarnationen, die als Eindruck in der Seele gespeichert ist.

Dazu muß uns aber jemand irgendwann einmal diese Möglichkeit eröffnet haben, d.h. unsere eigene karmische Erfahrung oder ein anderer Mensch, der uns überzeugend dargelegt hat, daß es möglich oder zumindest nicht ganz unmöglich ist.
Das schränkt unsere Wahrnehmung auf einen zwar eventuell weiten, aber dennoch „gewohnten“ Bereich ein.

Wenn wir also wirklich neue Erfahrungen machen wollen, dann müssen wir dazu zwangsläufig unsere Sinne öffnen und von allen Beschränkungen, seien sie durch Glauben, Wissen oder Ahnung bedingt, freimachen.
Das bedeutet nicht, Glauben, Wissen und Ahnung aufzugeben, sondern sie nicht mehr als Beschränkung zu empfinden. Sie sollen uns Richtschnur sein, aber nicht Begrenzung.
Nur dann können wir auch wirklich “neue“ Vorgänge und Erscheinungen wahrnehmen.

Wir können auch stets nur Teilbereiche und Einzelvorgänge wirklich wahrnehmen – das Gesamtbild bleibt uns in aller Regel verborgen, weil es aus wirklich unzähligen Verbindungen, Abhängigkeiten und Wechselwirkungen besteht, deren komplexes Zusammenwirken wir mit unseren Sinnen weder erfassen noch mit unserem Bewußtsein in allen Details verarbeiten können.
Unsere Wahrnehmung wird also immer eingeschränkt bleiben.

Wenn wir also die Vorgänge um uns herum betrachten – und nichts anderes existiert als solche, nur daß die Geschwindigkeit der Einzelprozesse sich halt unterscheidet -, dann müssen wir akzeptieren, daß wir stets nur einen kleinen Ausschnitt erfassen können und auf den Gesamtablauf der Ereignisse kaum merkbaren Einfluß nehmen können.

Das bedeutet nicht, daß wir uns „hängenlassen“ können und passiv die Dinge „halt geschehen lassen“ können, sondern unsere aktive Teilnahme an allen Abläufen, in denen wir in dieser oder jener Weise involviert sind, ist zwingend erforderlich – so wie das für jeden Menschen gilt, denn jeder ist einmalig und unersetzbar in diesem Gesamtaufbau.

Denn erst aus dem Zusammenwirken aller „kleinen“ Teilvorgänge entsteht der ablaufende Gesamtprozeß.
Wenn also ein Element plötzlich aufhört seine Funktionen zu erfüllen und sich „aufgibt“, dann fehlt ein wichtiger Beitrag im Ganzen.
Zwar können nach einiger Zeit andere Elemente diese Wirkungen übernehmen, aber es bleibt eine kurze Unausgeglichenheit.

Die relative Stabilität dieses dynamischen Gesamtprozeses ergibt sich erst aus der ungeheuren Vielzahl seiner Teilvorgänge, aber mehr noch aus der unvorstellbaren Zahl von Verknüpfungen, mit denen diese untereinander in Verbindung stehen und aufeinander einwirken.

Es ist also hilfreich zu akzeptieren, daß wir in unserem „Funktionieren“ als Menschen uns in einem riesigen Gesamtprozeß befinden, der einfach abläuft und auf den wir als Einzelne nicht wirklich merkbaren Einfluß haben.
Das betrifft auch jene, die sich an exponierter Stelle in diesem Gesamtprozeß befinden, sei es in politischer, wirtschaftlicher, militärischer oder sonstwelcher Hinsicht. Auch sie stecken in einem Gewirr von „Zwängen“ (Abhängigkeiten, Bedingtheiten usw.) fest, in dem sie nur sehr sehr begrenzte sinnvolle „Gestaltungsmöglicheiten“ haben.

Wenn es uns gelingt, dies alles zu akzeptieren, dann kommen wir zu einem Verhalten, das uns einerseits ein ständiges aufmerksames Beobachten und jederzeit überlegte (oder auch „gefühlte“) „richtige“ eigene Handlungen (denken, wollen, fühlen, reden, tun) abverlangt, andererseits aber auch ein gewisses Vertrauen in die „Richtigkeit“ des Gesamtprozesses erfordert, daß dieser auch zu einem „guten“ Endergebnis führen wird.

Ja, klar, das ist beides, gerade angesichts der momentanen Entwicklungen, nicht unbedingt leicht umzusetzen, aber es bringt uns in eine sichere, ausgeglichene Position, von der aus wir uns einerseits als aktive Teilnehmer an den konkreten, uns betreffenden Einzelvorgängen erkennen können, andererseits uns als „unbeteiligte“ Beobachter des Gesamtprozesses fühlen können, auf den wir kaum Einfluß haben.
Etwa wie ein Besucher im Zirkus, der wach die Schau genießt und gleichzeitig seine Strickarbeit nicht vernachlässigt.
😉

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Aus dem eingangs Gesagten folgt aber auch:
Was wir für unmöglich halten, können wir also auch nicht wahrnehmen, selbst wenn es geschieht.

Wer also zum Beispiel nicht an geistige Helfer glaubt, dem wird es sehr schwerfallen zu akzeptieren, daß die Verbindungen zwischen der materiellen („Diesseits“) und der geistigen Welt („Jenseits“) ständig und dauerhaft bestehen und beide Welten ununterbrochen aufeinander einwirken.
Dazu demnächst vielleicht mehr. Jetzt erstmal nur die Buchempfehlung: Dr. Karl Nowotny „Mediale Schriften“.

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